
Kronen Zeitung
AUSTRIA SALZBURGS WEG
„So etwas wie 2005 wird nicht mehr passieren“
Austria Salzburg wird auch aus Paris unterstützt. Generell ist es beeindruckend, wie viele Freiwillige mit anpacken und was sie gemeinsam als Team für den Verein bewegen. Alle eint, dass sie für Tradition, Werte und Fankultur sind. Den modernen Fußball mit seiner Kommerzialisierung lehnen die violetten Anhänger ab. Zwei spezielle Anhänger über den violetten Weg.
Auch in Paris wird für die derzeit führenden Marinko Sorda und Christian Schaider bei der 59. „Krone“-Fußballerwahl abgestimmt. Florian Hofer, der seit 2017 in Frankreichs Hauptstadt lebt und als Applications Program Manager beim digitalen Marktplatz „ManoMano“ arbeitet, ist glühender Anhänger von Austria Salzburg.
Der 27-Jährige aus Lofer sagt: „Sorda ist der Aufstiegsheld. Schaider ein bodenständiger Typ, der schon lange bei uns ist. Bemerkenswert finde ich zudem, dass er sein Traineramt und seinen Job bei der deutschen Bundeswehr so gut unter einen Hut bekommt.“
„Bin nur ein kleiner Teil des Ganzen“
Hofer arbeitet seit einem Jahr ehrenamtlich im Verein mit. Er gibt in detaillierten Berichten Einblicke in die Partnerschaften, Marketingaktivitäten und Social-Media-Auftritte des Klubs: „Mir ist es wichtig, unseren Sponsoren ein professionelles Bild ihrer Wirkung zu vermitteln. Aber ich bin nur ein kleiner Teil des Ganzen. Es ist beeindruckend, wie viele Freiwillige mit anpacken und was wir gemeinsam als Team für den Verein bewegen.“
Stefan Leimüller ist in der Arbeitsgruppe Stadion. Mit sechs Jahren sah der heute 37-jährige Lehrer für Deutsch und Geografie an der Mittelschule Mattighofen, der auch in der Erwachsenenbildung sehr aktiv ist, sein erstes Heimspiel gegen Rapid. Als Zehnjähriger gab es die erste Dauerkarte im Sektor 5. Drei Jahre später fragte Stefan seinen Vater, ob er alleine bei Auswärtsspielen mitfahren darf. Seit 2004 ist er beim Fanclub Union Ultrà.
„Bringt uns international viele Sympathien“
Generell sagt Leimüller über die Anhänger von Austria Salzburg: „Wir legen viel Wert auf Tradition und Werte, wollen Fankultur weitergeben. Dass wir gegen den modernen Fußball mit seiner Kommerzialisierung sind, bringt uns international viele Sympathien. Unser Geist wird von allen so stark beschützt, dass so etwas wie 2005 (Anmerkung: der Einstieg von Red Bull) nicht mehr passieren kann.“
Was der Familienvater in der zweiten Liga besonders genießt? „Wir kommen jetzt wieder in Stadien mit Tribünen. Die Zeiten, als wir in Schleedorf, Obertrum und Bramberg waren, sind vorbei. Ich freue mich schon sehr auf den 20. Februar, wenn wir gegen Rapid II mit über 2000 Fans nach Wien fahren.“
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